Jubiläumsjahr 2009

Kultur

In diesem Jahr begeht die Bundesrepublik und auch die Sozialdemokratie eine Reihe bedeutender Jubiläen. Am 11. Februar 1919 wurde Friedrich Ebert zum Reichspräsidenten der Weimarer Republik gewählt.

Nach dem Tode August Bebels wurde Ebert (geb. 04.02.1871 - gest. 28. Februar 1925) neben Hugo Haase zum Vorsitzenden der angesichts des drohenden Krieges zerstrittenen SPD gewählt. Während des Krieges vertrat er mit großer Härte bis zum Schluss die Politik der „Vaterlandsverteidigung“ und des „Burgfriedens“ und versuchte, die Kriegsgegner um Haase und Karl Liebknecht aus der SPD auszugrenzen. In der Novemberrevolution 1918 übernahmen seine Partei sowie die von ihr abgespaltene USPD die Regierungsgeschäfte. Die in den Wirren nach dem Ersten Weltkrieg gewählte Weimarer Nationalversammlung wählte Ebert am 11. Februar 1919 zum ersten Reichspräsidenten. In der folgenden Zeit der Weimarer Republik bekämpfte Ebert mit Waffengewalt alle linksradikalen Aufstände, trat ansonsten aber als ein Politiker des Ausgleichs der Interessen auf. Sein früher Tod mit 54 Jahren und der darauffolgende Wechsel zu dem monarchisch gesinnten Paul von Hindenburg an der Staatsspitze stellen eine bedeutende Zäsur in der Weimarer Republik dar.
Kurz nach seinem Tod 1925 wurde die SPD-nahe und nach ihm benannte Friedrich-Ebert-Stiftung gegründet. Die heutige SPD sieht Ebert als eines ihrer größten Vorbilder.

In loser Folge wird an dieser Stelle über die Hintergründe der Jubiläen berichtet.

 
 

Counter

Besucher:81017
Heute:4
Online:1